Die geschichte des s/y Szkwał

Aus den bis heute verbliebenen Dokumenten (alte Sicherheitsbescheinigungen, Zulassungsscheine und dem Yachtsregister SFK der Vorkriegszeit) sowie aus den Überlieferungen der Segler, die auf dieser Yacht gleich nach dem Krieg gesegelt und das Typenschild gesehen haben, geht hervor, dass diese Yacht 1938 in Hamburg nach dem Projekt des berühmten Konstrukteur der Vorkriegszeit Rasmussen in der Werft Rambeck, als NERTHUS, mit der Segelnummer V 102 gebaut wurde. Es ist nicht bekannt, wie diese Yacht sich in Danzig aufgefunden hat. Jedenfalls wurde diese Yacht nach dem Krieg Eigentum des Akademicki Związek Morski (später Akademischer Hochsee-Club – Akademicki Klub Morski „AKM”) in Danzig.

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Zu Ehren der ersten Yacht SZKWAL (ex MARABUT), die am 2 September 1939 in Gdynia durch die Luftwaffe versenkt wurde, wurde diese Yacht als SZKWAL II getauft.

Der Akademische Hochsee-Club hatte 1945 u.a. die Yacht „Panna Wodna”in seinen Reihen, die ältere Schwester von SZKWAŁ, die 1936 zusammen mit drei anderen „50-er”: Bożena, Goplana i Rusałka für den Oficerski YC gebaut wurde. Die Segelnummer, die diese Boote damals erhalten haben: Panna Wodna V PZ 1, Rusałka V PZ 2, Bożenna V PZ 3 und Goplana V PZ 4. Interessant ist es zu erwähnen, dass „Rusalka” weiterhin in Deutschland unter demselben Namen segelt. „Panna Wodna” hingegen segelte bis 2004 in Sweden und jetzt in Holland. SZKWAŁ segelt bis heute mit dem Großsegel V PZ 1 von Panna Wodna.

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Bei der ersten Seefahrt von polnischen Yachten nach dem Krieg nach Sandhamn, Stockholm und Visby segelte SZKWAŁ unter dem Kapitän Juliusz Hebel und erhielt aus den Händen des Baronen Cahier ein Pokal für schnellste Überquerung der Ostsee. 1956 gewann SZKWAŁ die Ostsee-Woche in Warnemünde unter den Yachten ihrer Gruppe. Auch1956 fand die erste Internationale Danziger Bucht-Woche statt. Bei der 300 Meilen-Regatta belegte SZKWAŁ unter 12 Yachten den zweiten Platz hinter der Yacht KAPITAN. Dritte wurde STOLTERA aus der damaligen DDR. Auch diese Yacht segelt noch und nimmt an verschiedenen Wettkämpfen (auch mit Rusalka)teil .

In den späteren Jahren erzielte SZKWAŁ zahlreiche Erfolge bei den Regatta der Kieler-Woche, der Ostsee-Woche, aber auch an vielen Wettkämpfen in Polen.

Der jetzige Besitzer der Yacht segelte zum ersten mal auf SZKWAŁ in 1966. Er war in der Mannschaft auch 1974, als SZKWAŁ ihre letzte Saison für des AKM segelte. Danach segelte die Yacht nicht mehr und verfiel mehr und mehr. Es gab sogar Pläne, diese Yacht zu verschrotten.

Nach der Rückkehr aus dem Ausland 1976 hat der jetzige Besitzer diese Yacht nach einiger Zeit wieder gesehen und nach über 2 Jahre Bemühungen gelang es ihm, diese Yacht endlich zu erwerben. Es war damals in Polen gar nicht einfach, egal was zu renovieren. Von einer solchen Yacht ganz zu schweigen. Und so dauerte der Wiederaufbau der Yacht- nach Bastler-Methode- bis 1995. Seither segelt die Yacht hauptsächlich mit jüngeren Segler, die dafür, dass sie bei der Vorbereitung zur Saison aushilft, dann i umsonst segeln darf. SZKWAŁ nimmt wieder an Regatta teil und gewinnt, oft gegen viel jüngere und vor allem viel leichtere Boote. Das aber bei starkem Wind.

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Baujahr u.Werft
 1938; RAMBECK WERFT;  Germany
Konstructeur
 Henry Rasmussen

Lange
 12,69 m

Breite
 2,66 m

Tiefgang
 1,75 m

Segeln
 54,5 m2

Segel nu.
V PZ 1

Motoren
YANMAR, 30 KM 

Bette

7

Manschaft
10 osób

Hafen

Gdańsk

Besitzer

Zbigniew Werner

 

Besitzer

 

Zbigniew Werner

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Schiffbauingenieur, Absolvent des Instituts für Schiffbau an der Polytechnischen Hochschule in Danzig. Inspekteur für Schiffbau und betrieb, zunächst beim Polnischen Schiffsregister und dann bei Bureau of Shipping, Det norske Veritas, Nippon Kaiji Kyokai. Seit über 10 Jahre arbeitet er als Inspekteur für zypriotische Reeder. Seit 1979 ist Zbyszek Reeder und Besitzer von zwei Oldtimer s/y Szkwał und s/y Mieszko. Damals fand er diese Yachten im Agonie-Zustand und beschloss diese – oft auf Kosten der Familie – zu retten. Und so wurden zuerst Mieszko 1980 und dann Szkwał 1995 seetauglich.

Zbyszek wurde tief im Landesinneren, gar weit von Flüssen und größeren Seen geboren. Seit 1965 ist er aber passionierter Segler. Auf Szkwał und Mieszko segelte er bereits als Student und Mitglied des Akademischen Segler-Clubs. Als Reeder war er jahrelang Mitglied des Danziger PKM. Heute lebt er in Gdynia und im dortigen Yachtclub „Gryf” sorgt er mit seinen Oldtimers für Aufsehen und Anerkennung.

Die Idee Fix von Zbyszek ist es, junge Leute fürs Segeln zu begeistern. So finden sich auf Szkwał ständig Scharen von sehr jungen Seglern. Auf so alten Booten ist es, so meint Zbyszek, viel einfacher den ursprünglichen Sinn des Segelns zu verspüren.

Erklärungen:
AKM -Akademicki Klub Morski (Akademischer Segler-Club)
PKM- Polski Klub Morski(Polnischer Hochsee-Club)
JK Gryf -Jacht Klub Gryf

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